2014-09-23

KANADA-TRIP – TEIL 3: FÄHRENFAHRT & NÖRDLICHES BC


An meinem Geburtstag musste ich um 4 Uhr aufstehen. In Worten: VIER UHR. Weil nämlich um 7 Uhr die Fähre fuhr, die uns ins nördliche British Columbia bringen sollte. Und da muss man praktischerweise schon zwei Stunden vorher da sein. Das Hostel in Port Hardy gehörte übrigens zu meinen absoluten Übernachtungsfavoriten! Nicht sehr schmuck, dafür mit 80er Charme und super netten Herbergseltern. Nachdem uns der Chef erklärte, wie wir zu fahren hatten ("Drei Links!"), machten wir uns auf in den Nebel. Natürlich verfuhren wir uns trotzdem kurz, weil Aufregung und so, aber dann hatten wir es geschafft.
Engel, die wir sind, haben wir dann bei der Auffahrt auf die Fähre auch noch einem anderen Paar mit Kindern Starthilfe gegeben. Beziehungsweise: Ich saß im Auto und gab gute Ratschläge ("Du musst den Motor anmachen!"). Und dann ging's los: 16 Stunden Fährfahrt, von denen ich die ersten drei mal locker verschlief. Aber dann kam die Sonne raus und wir hockten uns auf's Sonnendeck. Ich bekam Schokolade und Cola und war glücklich.

Die Fahrt hat sich wirklich gelohnt und war unbeschreiblich schön. Gut auch diese ganzen anderen Menschen, deren kurioses Verhalten man den ganzen Tag beobachten kann. Schön! Abends haben wir anlässlich meines Älterwerdens noch im Restaurant gegessen und sind dann endlich irgendwann im Hostel in Prince Rupert angekommen.

Um nicht gleich wieder weiter zu müssen, haben wir in Prince Rupert zwei Tage verbracht. Ist ganz nett da, aber auch eher unspektakulär. Das war nach dem frühen Aufstehen und der Aufregung an Bord aber auch gar nicht so schlimm. Weiter ging's dann über die Hazeltons nach Prince George. Der Campingplatz in Old Hazelton war großartig. Wir haben direkt an einem großen Fluss gezeltet, gegenüber schneebedeckte Berge und sonst nichts drumherum. 
Auf dem Weg nach Prince George mussten wir eine Umleitung fahren. Über 60 km reinste Schotterstraße. Nicht so geil. Auch, weil wir die ganze Zeit Angst hatten, dass uns jetzt gleich ein LKW Steine auf die Windschutzscheibe schleudert. Aber es ist nichts passiert! Mit völlig verdrecktem Auto kamen wir dann in Prince George an. Hier waren sogar noch viele Zimmer im Hostel frei! Und zwar was für ein Hostel! Vollgestellt mit leicht gruseligen Puppen und Clownsfiguren, das Manager-Bad teilte sich zufällig eine Tür mit dem Damenbad und der Manager selbst war schon angetrunken als wir kamen. Aber auch das haben wir überlebt (trotz Riesenspinne auf dem Bett!).

Danach ging's weiter in die Rocky Mountains! Mehr dazu dann im nächsten Post! Und nun: Random Naturbilder.

Keine gute Qualität, aber: EIN SEEADLER!














2014-09-21

KANADA-TRIP – TEIL 2: VANCOUVER ISLAND

Dieses Bild sagt alles über Victoria aus.
Nach den ersten Tagen in Vancouver sind wir ganz früh morgens mit unserem Mini-Mietwagen auf die Fähre gefahren und haben übergesetzt nach Vancouver Island. Dort haben wir die erste Nacht Victoria verbracht. Victoria ist die Hauptstadt von British Columbia und hat mich sehr an so Renter_innen-Urlaubsorte an der Nordseeküste erinnert. Alles ist irgendwie niedlich, überall gibt's Kaffee, Kuchen und hässliche Souvenirs und ansonsten ist nichts los. Kann man sich mal angucken, muss man aber nicht. Gut, dass wir nicht geplant hatten, länger zu bleiben. 

Dann lieber weiter rein in die Insel, ab in die Natur! Von Victoria aus haben wir einen Zwischenstopp in Nanaimo gemacht und sind dann nach einer Nacht weiter in den Pacific Rim Nationalpark gefahren. Ich glaube, ich habe in meinem Leben nie eine schönere Landschaft gesehen. Regenwälder, die so dicht sind, dass kaum Sonne am Boden ankommt und deren Bäume direkt an menschenleere Strände anschließen. Totaler Wahnsinn. Auf dem Campingplatz im Nationalpark haben wir auch den Vortrag über Bären, Wölfe und Pumas gesehen.

Nachdem wir dort neue Kraft getankt haben, sind wir weiter nach Port Hardy, ganz an die nördliche Spitze von Vancouver Island. Dort haben wir zwei Tage verbracht, um auf die Fähre zu warten, die uns in einer 16-stündigen Fahrt weiter in den Norden bringen sollte. Port Hardy ist ein süßes, kleines Städtchen, in dem es an sich nicht viel zu sehen gibt. Was sich aber lohnt: Rauf nach Telegraph Cove fahren. Ein niedliches Fischerdörfchen, in dem wir den ganzen Tag verbracht haben. Für mich eines der Highlights unserer Reise.

Wie die Fährenfahrt war und was wir danach erlebt haben, gibt's dann im nächsten Bericht. Übrigens: Während ich die ganze Zeit fotografiere, filmt der Mann immer auf unseren Reisen. Inzwischen ist sein Reisebericht fertig geworden! Hier könnt ihr ihn euch angucken!

So sieht das aus, wenn man hinten auf einer Fähre steht. Hübsch.
Der Regierungssitz von British Columbia.
Die Zufahrt zu Fisherman's Wharf in Victoria.
Das ist Fisherman's Wharf. Ein kleines Viertel aus Bootshäusern,
in denen tatsächlich Menschen leben.
Hier waren wir unterwegs wandern. Und haben in dem Bach sogar gebadet.
Es war genauso kalt wie es aussieht. 
Blick von oben auf den schönsten Strand der Welt.  
Unglaublich.
Möwen sind immer da. 
Telegraph Cove. Morgens früh im Nebel.
Hier kann man auch Ferienhäuser mieten. Würde ich machen,
um einen Roman zu schreiben. Drumherum ist nämlich nichts.
Rein gar nichts. Im Sommer erhöht sich die Einwohnerzahl
durch die Touristen von 5.000 auf 30.000 Menschen!
Fischer.
Die Möwe freut sich.
Der Nebel ist weg.

2014-09-16

DAS BULLSHITBINGO FÜR HUMORLOSE FEMINIST_INNEN

Gestern hat Netflix mit einem (bereits wieder gelöschtem) Tweet ganz ironisch und augenzwinkernd auf sein neues Angebot in Deutschland aufmerksam gemacht. Heute entdecke ich das neue, superlustige Spiel von Mentos, an dessen Entwicklung bestimmt auch Frauen mitgearbeitet haben. Die Mädchenmannschaft fasst das wunderbar für euch zusammen. Und weil die Anbieter entweder nie auf entsprechende Kommentare eingehen oder immer nur Blödsinn antworten, habe ich für diesen Blödsinn heute ein Bullshit-Bingo gebastelt! Viele tolle Twitterinnen haben sofort ihre Erfahrungen eingebracht – ich musste nur mitschreiben. Danke euch! Meine Grafikkenntnisse ähneln meinem Maltalent – kaum bis gar nicht vorhanden. Aber spielen kann eins trotzdem damit! Viel Spaß dabei - wer eine Reihe fertig hat, schreit "Bingo!"!


Und hier noch einige zusätzliche Twitterkommentare, die ich besonders schön fand!

2014-09-15

SEPTEMBER: PICKEPACKE VOLL

Hier passiert im Moment viel zu wenig und das tut mir leid. Dafür passiert in diesem Real Life so viel mehr und das ist auch der Grund, warum ich gerade nicht so sehr dazu komme, alles zu verbloggen. Daher jetzt eine wilde Zusammenfassung aller Ereignisse, die aktuell für mich wichtig sind.

Es ging damit los, dass am 26. August mein Buch erschienen ist. Davon habe ich euch ja schon erzählt. Über dieses Buch hat dann auch gleich die Lokalzeitung berichtet. Den Artikel über "Hannovers bunte Bloggerin" (höhö) könnt ihr hier online nachlesen. Und so eine Buchveröffentlichung bringt es mit sich, dass man ein bisschen rumfahren darf, um daraus vorzulesen. Das habe ich dann auch gleich mal gemacht und bin extra mit dem Zug bis nach Zug gefahren (ich Wortwitzqueen). Dort durfte ich im Burgbachkeller vor fast ausverkauftem Haus Geschichten zum Besten geben und war völlig überzuckert, dass überhaupt jemand da war. Am nächsten Tag habe ich im Rahmen der Aktionstage "Normalbehindert" noch ein paar Texte zu einem Podiumsgespräch beigetragen. Zug ist eine sehr schöne Stadt voller netter Menschen, die euch ständig erzählen, wie unglaublich reich diese Stadt ist. Man glaubt es sofort!


Und solltet ihr dort mal hinfahren,
übernachtet im Hotel "Guggital" 
– das hat nicht nur einen lustigen Namen
(wie überhaupt alles in der Schweiz),
sondern auch einen super Ausblick auf den Zugersee.
Am Wochenende durfte ich mich kurz ausruhen
und weil ich das nicht so gut kann,
bin ich lieber auf eine Party gegangen.
Im Gegensatz zu Karneval und Halloween
bin ich von Mottopartys immer sehr angetan.
Das Motto dieser Party war "Die goldenen Zwanziger"
und was soll ich sagen, ich sah fantastisch aus!
Am Sonntag habe ich dann mit dem Glücksarmband von Selma den Slam anlässlich des Entdeckertages in Hannover-Ahlem gewonnen. Yeah! Die Zutaten für das Armband hatte ich Selma mitgebracht, als sie zur Einladungsparty lud (und ihre Familie). K. erklärte mir, diese Dinger seien gerade sehr hip bei Kindern und dank Das Nuf weiß ich jetzt auch, worum es sich überhaupt handelt.

Diese Woche starten die Nachtbarden in die neue Saison und ich freue mich schon wie ein vegetarisches Schnitzel! Wir haben letzte Woche die ganze Saison durchgeplant und jetzt lauter tolle Menschen eingeladen. Bei uns ist es immer schön. Wenn ihr also in Hannover seid, kommt doch auch mal vorbei!


Am Mittwoch weile ich abends in Hamburg, um auf dem Festival für kreatives Computerspielen beim Slam mitzumachen. Die allerbeste Katja Hofmann moderiert und allein schon deswegen lohnt es sich, dort vorbeizukommen. Überhaupt ist das play-Festival ganz wunderbar. Ihr könnt nämlich überall ausprobieren, anfassen und mitspielen!


Und dann geht's bis zum Ende der Woche weiter in Hannover und Hildesheim. Alle Termine findet ihr hier!



Richtig toll sind übrigens die Menschen, die sich mit meinem Buch oder das Buch an Pool oder Kuchengedeck fotografieren – danke, ihr zuckersüßen Supermenschen!

Und falls ihr euch für allerlei Slam- und Lesetermine in Hannover interessiert: "Macht Worte" hat jetzt eine neue, hübsche Page. Klickt ruhig mal rein!


Jetzt wartet mein Teller Cini Minis! Schüss!


P.S.: Bald kommt dann schon der Bericht über den zweiten Teil unserer Urlaubsreise. Versprochen!