2014-12-14

WEEKLY LAGRANDE

Diese Woche hat mich die Erkältung für zwei Tage komplett lahm gelegt. Deshalb gibt's bei den Outfits eine zweifache Freitagsversion, da ich Dienstag und Mittwoch verstrubbelt im Bett verbrachte. Jetzt bin ich wieder auf dem aufsteigenden Ast!

Am Donnerstag war ich beim Bremen Slam im Lagerhaus. Einer der ältesten Slams Deutschlands! Ich durfte den Abend als "Stargast" eröffnen und ein paar Geschichten vortragen. Das hat Spaß gemacht. Genau wie die Weihnachtsfeier, die ich am Freitag beglücken durfte. Das Wochenende steht ganz im Zeichen von Freundinnenliebe und Entspannung. Heute Abend besuche ich auch einen Slam, diesmal aber als Zuschauerin. In der hannoverschen Oper treten saucoole Teams gegeneinander an. Ich bin sehr gespannt!

Diese Woche gab es leider auch nur einen Blogpost, dafür aber einen besonders tollen. Ich habe Anastasia Umrik interviewt. Noch bis heute Abend könnt ihr den Beutel ihres Projekts "inkluWAS" gewinnen!

Dies ist übrigens der Song, der seit Tagen bei mir rauf und runter läuft. Wenn's sein muss, auch mal dreißig mal hintereinander.



Und so sah ich diese Woche aus! Und zum Abschied drücken wir mir jetzt die Daumen, dass ich bald wieder sprechen kann, ohne mich wie ein 80jähriger Kettenraucher anzuhören.

2014-12-08

inkluWAS: INTERVIEW & VERLOSUNG

Anastasia Umrik und Kathrin Neumann
Anastasia Umrik ist vielen von euch sicher schon aus dem Netz bekannt. 2011 hat sie anderStark gegründet, ein Fotoprojekt, in dem Frauen mit Muskelerkrankung außergewöhnlich in Szene gesetzt werden. Zusammen mit der Hamburger Modedesignerin Kathrin Neumann arbeitet sie aktuell an inkluWAS, einem Design, das die Bedeutung vom Schlagwort "Inklusion" einfach erklärt. Und weil ich das Projekt so spannend finde, habe ich Anastasia ein paar Fragen gestellt. Obacht: Unter dem Interview könnt ihr noch was von inkluWAS gewinnen!


Anastasia, inkluWAS ist eine Inklusionskampagne, mit der du und dein Team das Denken über Inklusion verändern wollt. Beschreib doch mal kurz, wie ihr das anstellen wollt!

Das inkluWAS-Design setzt sich aus verschiedenen Piktogrammen zusammen, die die Diversität der Gesellschaft zeigen: Es gibt kleine, große, dicke und dünne Männchen, im Rollstuhl sitzende, Gehwagen schiebende und amputierte, kleine Kinder und sogar zusammengewachsene Zwillinge sind zu sehen... Mit dem Design wollen wir daran erinnern, dass jeder von uns irgendwie 'anders' ist, jeder kann sich im Design wieder finden und wir sehen das Label als eine Möglichkeit, ein Statement zu setzen: „Wir sind für die Verschiedenheit! Und du?“

Ihr arbeitet in euren Kampagnen mit Models mit und ohne Behinderungen. Ist es dir besonders wichtig, ein vielfältiges Bild der Kampagne zu zeichnen?


Ja, uns ist es wichtig zu zeigen, dass die Gesellschaft nicht nur aus männlichen, weißen Mittdreißigern besteht. Bei uns machen in erster Linie Menschen mit: Junge und alte, mit und ohne Behinderung, weiße und schwarze. Es macht Spaß zu sehen, dass manche Begegnungen unabhängig von Alter, Hautfarbe und Geschlecht stattfinden.

Wie seid ihr auf das außergewöhnliche Design der verschiedenen Motive gekommen?

Wir haben uns einfach umgeschaut... Kathrin Neumann, die Designerin von inkluWAS, hat einen großartigen Beobachtungssinn. Sie macht das Design im Sinne von uns Beiden.

Was bedeutet für dich „Inklusion“?

Wir sind nicht alle gleich, aber alle gleich viel wert.


Wie soll es mit inkluWAS 2015 weitergehen? Plant ihr weitere Motive? Oder hast du noch ganz andere, neue Projekte am Start?


Unsere Ideen finden kaum ein Ende. Es ist sogar so schlimm,
dass wir uns selbst bremsen müssen, um nicht alle Ideen auf einmal zu „verbraten“. Natürlich kann ich jetzt nicht alles verraten...
Kleiner Tipp: Ist es euch eigentlich schon aufgefallen, wie hässlich die Rollstuhlzeichen auf den Behindertentoiletten sind? Das wäre doch mal was, wenn man demnächst neue sieht!

Vielen Dank an Anastasia!


Weil bald Weihnachten und das Design von Kathrin Neumann so cool ist, verlose ich einen Jutebeutel in olivgrün. Wenn ihr mögt, schenkt dem Team von inkluWAS und mir ein Like auf Facebook (keine Bedingung). Was ihr unbedingt machen solltet, ist, bis zum 14.12.2014 einen Kommentar unter diesem Post zu hinterlassen. Danach lose ich unter allen Kommentaren aus und schicke euch den schnieken Beutel zu. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.
inkluWAS - design, das denken verändert from inkluWAS on Vimeo.

2014-12-07

WEEKLY LAGRANDE

Diese Woche war geprägt von meinem Husten. Ein nicht wirklich schöner Begleiter, aber er ging auch nicht weg, wenn man mit ihm gemeckert hat. Jetzt sitze ich mit einem großen Tee am Wohnzimmertisch und versuche, meine Stimme für die kommende Woche wieder herzustellen. Letzte Woche durfte ich als Teil der Jury des Schreibwettbewerbs Seelze mit entscheiden, wer in den einzelnen Kategorien gewinnt. Morgen ist die Verleihung und ich freue mich schon auf die Gewinner_innen. 

Am Montag habe ich meinen Text "Frau Hellström" verbloggt, den ich letzte Woche auf dem Jubiläum der Sozialhelden vortragen durfte. Am Abend habe ich dann die Veranstaltung "Wer braucht Netzfeminismus?" moderiert. Das hat mir viel Spaß gemacht, auch weil so viele Leute dafür in den Pavillon gekommen sind. Im Anschluss habe ich alle Links und Projekte, die wir im Laufe des Abends erwähnt haben, nochmal gesammelt.

Mittwoch war ich endlich mal wieder auf einem Beatsteaks-Konzert und was soll ich sagen? Diese Band wird wahrscheinlich niemals lahm. Es war wundervoll und ich sehr verschwitzt und dann vollends ohne Stimme. Außerdem hat am Mittwoch der Berliner Tagesspiegel anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung eine Ausgabe über allerlei tolle Menschen herausgebracht. Ich war mit einem Bild von der Sozialhelden-Feier dabei. Fast lebensgroß!

Auch bei mir wird's langsam weihnachtlich. Ich kriege Geschenkepanik und freue mich wieder auf den "Heißen Hirschen":


Deshalb habe ich diese Woche eine kleine Reihe über die niedersächsischen Weihnachtsmärkte begonnen. Der Göttinger Markt ist der erste, von dem ich schwärme.

Freitag und Samstag war ich auf Slamtour in der Region: Braunschweig und Wolfsburg. Ein Highlight: Unser Auftritt auf dem Wolfsburger Weihnachtsmarkt in der "Apres Ski"-Hütte Alpendörfchen vor etwa drei mehr oder weniger interessierten Zuschauer_innen. Knaller. Umso besser dann der abendliche Auftritt in der ausverkauften Bibliothek. Diese Bibliothek ist allein architektonisch sowieso vollkommen großartig. Ein tolles Gebäude.

Und so sah ich diese Woche aus. Lieblingsoutfit: Mittwoch.


2014-12-05

NIEDERSÄCHSISCHE WEIHNACHTSMÄRKTE: GÖTTINGEN

Foto: Alexandra Reszczynski
Es hat geschneeregnet. Ich saß, mit den Nerven völlig am Ende, in einem Professoren-Büro in der Göttinger Germanistik und wurschtelte mich durch meine Abschlussprüfung über Kriminalliteratur, Phonetik und andere spannende Dinge. Als ich dann rauskam, holten mich meine besten Freundinnen und der Mann ab und wir stießen mit dem ersten Glühwein des Jahres auf meinen Studienabschluss an. Das ist meine Lieblingserinnerung an den Göttinger Weihnachtsmarkt.
Foto: Alexandra Reszczynski
Mitten in der Altstadt gelegen, zieht sich der Markt einmal um die alte Marktkirche. Hier habe ich auch mein Lieblingsgetränkt für die kalte Jahreszeit kennengelernt: Heißer Kakao mit Jägermeister (den besten gibt's an dem kleinen Stand gegenüber der Deutschen Bank). Der Göttinger Weihnachtsmarkt ist zutiefst romantisch und sehr, sehr niedlich. Das kleine "Riesenrad" dreht sich seit Jahren an derselben Stelle und auf die Tassen kann das Pfand nicht hoch genug sein, als dass die Leute sie nicht doch mit nach Hause nehmen würden. Auf jeder ist nämlich ein Bild der Gänseliesl, das macht sie so besonders.

Zum Weihnachtsmarkt gehören Schmalzkuchen selbstverständlich dazu. Und die sind in Göttingen besonders lecker, vor allem an dem Stand, der direkt an der linken Seite des Rathauses steht. Und wer von dem Rummel auf dem Markt genug hat, der geht am besten in den kleinen Flohmarkt, den Zindelhof, in der Zindelstraße. Dort gibt es nicht nur sehr leckeren Glühwein Punsch zu günstigen Preisen, sondern auch allerlei Kuriositäten zu bestaunen.

Wer nicht das große Gewimmel sucht, sondern einfach nur lecker essen, trinken und gemütlich beisammen sein möchte, für die ist der Göttinger Weihnachtsmarkt genau das Richtige. Eine Ansammlung von zuckersüßen Büdchen mitten in der Altstadt. Und für die Lieben Zuhause gibt's ein Mitbringsel vom "Bürstenladen"! Oder eben doch das klassische Lebkuchenherz.

Alle Fakten auf einen Blick:

  • Dauer: 26.11.2014 - 29.12.2014
  • Öffnungszeiten: Mo. bis Sa.: 10:00 - 20:30 Uhr | So: 11:00 - 20:30 Uhr
  • Übersichtsplan
  • Programm
  • Wie komme ich hin: Ab Hbf Göttingen kann man den Weihnachtsmarkt ganz leicht zu Fuß erreichen (Dauer: 10 Minuten). Für alle anderen gibt es Park & Ride.
Dieser Post ist in der Zusammenarbeit mit TourismusMarketing Niedersachsen GmbH entstanden.